Klinikum versteift sich auf Kündigung einer Betriebsrätin

5 Apr

Im Verfahren um das Kündigungsersuchen der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gegen eine Betriebsrätin bleibt das Klinikum bei Ihrer Auffassung, dass die Weiterbeschäftigung für sie nicht tragbar wäre. Der Anwalt der Kliniken, Herr Dr. Kuhlmann, stellte zu Beginn klar, dass sein Auftrag nur eine Kündigung beinhalten kann. Das Arbeitsgericht Stuttgart, Kammer Ludwigsburg, hat nun den Weg frei gemacht für eine Kündigung der Betriebsrätin. Das Gericht hat nun die Ablehnung des Betriebsrates zur Kündigung ersetzt.

Ver.di kritisiert die Entscheidung der Kammer, da das Organisationsverschulden des Arbeitgebers unzureichend beleuchtet wurde. Im Verfahren wurden nur einzelne inhaltliche Punkte angesprochen: Ein fehlerhaftes Messgerät, eine Lücke in der Dokumentation und unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Situation weitere Schritte erfordert hätte oder dieser Umgang mit Fehlalarmen der Geräte alltägliche Praxis darstellt. Marc Kappler, Gewerkschaftssekretär von ver.di, kritisiert die Darstellung der Kliniken: „Der Anwalt der Kliniken hat versucht, einen Zusammenhang zwischen Monitoraufzeichnungen und Patientenschaden herzustellen, der so nicht belegt wurde.“ Die Ursachen des Patientenschadens wurden nicht erörtert. Ob die fehlende Dokumentation und das fehlerhaft arbeitende Gerät dazu überhaupt einen Beitrag geleistet haben blieb unbeantwortet.

Der Anwalt des Betriebsrates, Herr Mausner, hatte auf die Zahl von 199 Überlastungsanzeigen von Beschäftigten hingewiesen, die selber gemeldet hatten, dass sie beispielsweise keine richtige Überwachung gewährleisten konnten. Marc Kappler sieht deshalb weiterhin in der Organisation des Klinikums Handlungsbedarf: „Das Klinikum sollte mit der gleichen Energie die Dauerüberlastung der Beschäftigten beseitigen, anstatt Sündenböcke arbeitsrechtlich zu bestrafen. Das würde den Klinikaufenthalt für viele Patienten sicherer machen, als diese Kündigung.“

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Gerichtstermin 5. April, 11 Uhr, Arbeitsgericht Ludwigsburg

17 Mrz

Nach dem Gütetermin folgt nun der Kammertermin bei dem Kündigungsversuch einer Betriebsrätin durch die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH. 

Die Kollegin benötigt Ihre Unterstützung. Bitte kommen Sie zahlreich zur Verhandlung.

Di, 05.04.2016, 11.00 Uhr

Ort: Arbeitsgericht Ludwigsburg, Friedrichstraße 5

 

Danke für die Unterstützung

17 Mrz

Wir wehren uns gemeinsam mit der engagierten Betriebsrätin Caro gegen ihre Kündigung. Am 21. Januar 2016 stand der Gütetermin an, darüber hat u.a. die Stuttgarter Zeitung berichtet. (siehe Link) Gerne lassen wir Euch hier eine Mitteilung von Caro zukommen und hoffen, möglichst viele von Euch bei dem vor uns liegenden Kammertermin am 5. April 2016 zu sehen. Danke für eure Unterstützung!

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kuendigung-bei-klinikum-in-ludwigsburg-keine-einigung-mit-betriebsrat.126f989e-88dd-4ee4-9895-103b049b02dc.html

Caro schreibt:

Liebe Familie, Freunde und Kollegen,
an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die Solidarität am gestrigen Gerichtstermin bedanken! Mir hat das allein psychisch sehr viel gegeben und mich enorm gestärkt.

Auch für eure Unterstützung in den letzten paar Wochen bin ich euch sehr dankbar. Es ist erstaunlich, wie viel Solidarität in einem Menschen bewirken kann. Ich schöpfe daraus viel Kraft und den Willen, nicht aufzugeben. Das ist euer Verdienst.

Ich hatte den Eindruck, dass auch der Richter sehr überrascht war über die große Anzahl der Leute. Die Geschäftsführung war es auf jeden Fall.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und fühlt euch alle von mir gedrückt!

Eure Caroline

 

Wichtiger Gerichtstermin am Arbeitsgericht in Ludwigsburg

13 Jan

Do, 21.01.2016, 10.45 Uhr

Kündigungsversuch einer Betriebsrätin der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim

 

Die Kollegin benötigt Ihre Unterstützung. Bitte kommen Sie zahlreich zur Verhandlung.

Der Ort: Arbeitsgericht Ludwigsburg, Friedrichstraße 5

Protestkarte gegen die Kündigung von Caro

10 Dez

Keine Kündigung von Betriebsrätin Caro

10 Dez

Nach der nicht abreißenden Kritik von überlasteten Pflegekräften, dem Aussperren der Gewerkschaft ver.di und einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in der Reinigung, soll jetzt auch noch eine Betriebsrätin gekündigt werden!

Das alles sieht stark nach einer Fehlentwicklung seitens der Geschäftsführung aus. Deshalb gibt es einen ersten Protest bereits am Freitag, den 11.12.2015 um 14 Uhr vor dem Landratsamt in Ludwigsburg. Um 14.30 Uhr wird dort die Sitzung des Kreistags starten, welcher der Träger der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim ist.

Heute wurde bestätigt, dass die Geschäftsführung tatsächlich die aktive und engagierte Betriebsrätin Caroline kündigen möchte. Es wurde ein Termin beim Arbeitsgericht angesetzt, um die Ablehnung der Kündigung durch den Betriebsrat über das Arbeitsgericht ersetzen zu lassen. Die Verhandlung wird am 14.01.2016, 11 Uhr am Arbeitsgericht in Ludwigsburg stattfinden.

Derartiges Vorgehen gegen Einzelne verunsichert die Belegschaft, vergiftet das Klima und wendet sich gegen die betriebliche Demokratie. Es wird dringend Zeit, dass wieder Vernunft Einzug hält in den Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim.

Bündnis-Pressemitteilung: Der Konflikt am Klinikum Ludwigsburg weitet sich aus!

10 Dez

Konflikt am Klinikum Ludwigsburg weitet sich aus:
Jetzt soll eine Betriebsrätin gekündigt werden!

Das Ludwigsburger Bündnis „Gesundes Krankenhaus – für Patienten und Personal“ ist geschockt über das Vorgehen des Geschäftsführers der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim. Bereits in den letzten Wochen sind die Kliniken negativ in die Schlagzeilen gekommen. Zunächst wegen Beschwerden einer Station in Bietigheim aufgrund von überlastetem Personal, danach durch die Kritik der Gewerkschaft ver.di, weil der Geschäftsführer, Prof. Jörg Martin, deren Zugang behindert hat. Zudem gab es Kritik an der Umstrukturierung der Reinigung.

Jetzt soll nach dem Willen des Geschäftsführers eine aktive Betriebsrätin und Gewerkschafterin gekündigt werden. Der Betriebsrat hat der Kündigung widersprochen. Für den 14. Januar 2016 ist nun ein Termin am Arbeitsgericht Ludwigsburg angesetzt, da die Geschäftsführung die Ablehnung der Kündigung durch den Betriebsrat über das Gericht ersetzen lassen möchte.

Martin Zahner, Betriebsseelsorger in Ludwigsburg, beschreibt die Stimmung in der Belegschaft: „Die Geschäftsführung erzeugt derzeit große Verunsicherung bei den Mitarbeitern, worunter das Betriebsklima leidet. Die Kündigung der Betriebsratskollegin muss sofort zurück genommen werden.“ Irene Gölz, Landesfachbereichsleiterin ver.di Baden-Württemberg sieht dringenden Handlungsbedarf: „Der rigide Sparkurs in Pflege und Reinigung gefährdet die Beschäftigten. Es muss eine Kehrtwendung geben, ebenso wie bei der ständigen Blockade unserer Gewerkschaftsarbeit.“ „Das Verhalten des Geschäftsführers gegenüber den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen ist nicht mehr nachvollziehbar“, stellt die Regionalsekretärin der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung Ev Kurfeß klar. Der Geschäftsführer des ver.di Bezirks Stuttgart, Cuno Hägele, ergänzt: „Es wird dringend Zeit, dass wieder Vernunft Einzug hält bei der Geschäftsführung.“ Hägele sieht jetzt vor allem den Landrat in der Pflicht.

Bei Fragen stehen Ihnen Martin Zahner (Tel.: 07141 / 9118522) und Cuno Hägele (Tel.: 0711 / 1664200) zur Verfügung.