Klinikum versteift sich auf Kündigung einer Betriebsrätin

5 Apr

Im Verfahren um das Kündigungsersuchen der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gegen eine Betriebsrätin bleibt das Klinikum bei Ihrer Auffassung, dass die Weiterbeschäftigung für sie nicht tragbar wäre. Der Anwalt der Kliniken, Herr Dr. Kuhlmann, stellte zu Beginn klar, dass sein Auftrag nur eine Kündigung beinhalten kann. Das Arbeitsgericht Stuttgart, Kammer Ludwigsburg, hat nun den Weg frei gemacht für eine Kündigung der Betriebsrätin. Das Gericht hat nun die Ablehnung des Betriebsrates zur Kündigung ersetzt.

Ver.di kritisiert die Entscheidung der Kammer, da das Organisationsverschulden des Arbeitgebers unzureichend beleuchtet wurde. Im Verfahren wurden nur einzelne inhaltliche Punkte angesprochen: Ein fehlerhaftes Messgerät, eine Lücke in der Dokumentation und unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Situation weitere Schritte erfordert hätte oder dieser Umgang mit Fehlalarmen der Geräte alltägliche Praxis darstellt. Marc Kappler, Gewerkschaftssekretär von ver.di, kritisiert die Darstellung der Kliniken: „Der Anwalt der Kliniken hat versucht, einen Zusammenhang zwischen Monitoraufzeichnungen und Patientenschaden herzustellen, der so nicht belegt wurde.“ Die Ursachen des Patientenschadens wurden nicht erörtert. Ob die fehlende Dokumentation und das fehlerhaft arbeitende Gerät dazu überhaupt einen Beitrag geleistet haben blieb unbeantwortet.

Der Anwalt des Betriebsrates, Herr Mausner, hatte auf die Zahl von 199 Überlastungsanzeigen von Beschäftigten hingewiesen, die selber gemeldet hatten, dass sie beispielsweise keine richtige Überwachung gewährleisten konnten. Marc Kappler sieht deshalb weiterhin in der Organisation des Klinikums Handlungsbedarf: „Das Klinikum sollte mit der gleichen Energie die Dauerüberlastung der Beschäftigten beseitigen, anstatt Sündenböcke arbeitsrechtlich zu bestrafen. Das würde den Klinikaufenthalt für viele Patienten sicherer machen, als diese Kündigung.“

Gerichtstermin 5. April, 11 Uhr, Arbeitsgericht Ludwigsburg

17 Mrz

Nach dem Gütetermin folgt nun der Kammertermin bei dem Kündigungsversuch einer Betriebsrätin durch die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH. 

Die Kollegin benötigt Ihre Unterstützung. Bitte kommen Sie zahlreich zur Verhandlung.

Di, 05.04.2016, 11.00 Uhr

Ort: Arbeitsgericht Ludwigsburg, Friedrichstraße 5

 

Danke für die Unterstützung

17 Mrz

Wir wehren uns gemeinsam mit der engagierten Betriebsrätin Caro gegen ihre Kündigung. Am 21. Januar 2016 stand der Gütetermin an, darüber hat u.a. die Stuttgarter Zeitung berichtet. (siehe Link) Gerne lassen wir Euch hier eine Mitteilung von Caro zukommen und hoffen, möglichst viele von Euch bei dem vor uns liegenden Kammertermin am 5. April 2016 zu sehen. Danke für eure Unterstützung!

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kuendigung-bei-klinikum-in-ludwigsburg-keine-einigung-mit-betriebsrat.126f989e-88dd-4ee4-9895-103b049b02dc.html

Caro schreibt:

Liebe Familie, Freunde und Kollegen,
an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für die Solidarität am gestrigen Gerichtstermin bedanken! Mir hat das allein psychisch sehr viel gegeben und mich enorm gestärkt.

Auch für eure Unterstützung in den letzten paar Wochen bin ich euch sehr dankbar. Es ist erstaunlich, wie viel Solidarität in einem Menschen bewirken kann. Ich schöpfe daraus viel Kraft und den Willen, nicht aufzugeben. Das ist euer Verdienst.

Ich hatte den Eindruck, dass auch der Richter sehr überrascht war über die große Anzahl der Leute. Die Geschäftsführung war es auf jeden Fall.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und fühlt euch alle von mir gedrückt!

Eure Caroline

 

Wichtiger Gerichtstermin am Arbeitsgericht in Ludwigsburg

13 Jan

Do, 21.01.2016, 10.45 Uhr

Kündigungsversuch einer Betriebsrätin der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim

 

Die Kollegin benötigt Ihre Unterstützung. Bitte kommen Sie zahlreich zur Verhandlung.

Der Ort: Arbeitsgericht Ludwigsburg, Friedrichstraße 5

Protestkarte gegen die Kündigung von Caro

10 Dez

Keine Kündigung von Betriebsrätin Caro

10 Dez

Nach der nicht abreißenden Kritik von überlasteten Pflegekräften, dem Aussperren der Gewerkschaft ver.di und einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in der Reinigung, soll jetzt auch noch eine Betriebsrätin gekündigt werden!

Das alles sieht stark nach einer Fehlentwicklung seitens der Geschäftsführung aus. Deshalb gibt es einen ersten Protest bereits am Freitag, den 11.12.2015 um 14 Uhr vor dem Landratsamt in Ludwigsburg. Um 14.30 Uhr wird dort die Sitzung des Kreistags starten, welcher der Träger der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim ist.

Heute wurde bestätigt, dass die Geschäftsführung tatsächlich die aktive und engagierte Betriebsrätin Caroline kündigen möchte. Es wurde ein Termin beim Arbeitsgericht angesetzt, um die Ablehnung der Kündigung durch den Betriebsrat über das Arbeitsgericht ersetzen zu lassen. Die Verhandlung wird am 14.01.2016, 11 Uhr am Arbeitsgericht in Ludwigsburg stattfinden.

Derartiges Vorgehen gegen Einzelne verunsichert die Belegschaft, vergiftet das Klima und wendet sich gegen die betriebliche Demokratie. Es wird dringend Zeit, dass wieder Vernunft Einzug hält in den Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim.

Bündnis-Pressemitteilung: Der Konflikt am Klinikum Ludwigsburg weitet sich aus!

10 Dez

Konflikt am Klinikum Ludwigsburg weitet sich aus:
Jetzt soll eine Betriebsrätin gekündigt werden!

Das Ludwigsburger Bündnis „Gesundes Krankenhaus – für Patienten und Personal“ ist geschockt über das Vorgehen des Geschäftsführers der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim. Bereits in den letzten Wochen sind die Kliniken negativ in die Schlagzeilen gekommen. Zunächst wegen Beschwerden einer Station in Bietigheim aufgrund von überlastetem Personal, danach durch die Kritik der Gewerkschaft ver.di, weil der Geschäftsführer, Prof. Jörg Martin, deren Zugang behindert hat. Zudem gab es Kritik an der Umstrukturierung der Reinigung.

Jetzt soll nach dem Willen des Geschäftsführers eine aktive Betriebsrätin und Gewerkschafterin gekündigt werden. Der Betriebsrat hat der Kündigung widersprochen. Für den 14. Januar 2016 ist nun ein Termin am Arbeitsgericht Ludwigsburg angesetzt, da die Geschäftsführung die Ablehnung der Kündigung durch den Betriebsrat über das Gericht ersetzen lassen möchte.

Martin Zahner, Betriebsseelsorger in Ludwigsburg, beschreibt die Stimmung in der Belegschaft: „Die Geschäftsführung erzeugt derzeit große Verunsicherung bei den Mitarbeitern, worunter das Betriebsklima leidet. Die Kündigung der Betriebsratskollegin muss sofort zurück genommen werden.“ Irene Gölz, Landesfachbereichsleiterin ver.di Baden-Württemberg sieht dringenden Handlungsbedarf: „Der rigide Sparkurs in Pflege und Reinigung gefährdet die Beschäftigten. Es muss eine Kehrtwendung geben, ebenso wie bei der ständigen Blockade unserer Gewerkschaftsarbeit.“ „Das Verhalten des Geschäftsführers gegenüber den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen ist nicht mehr nachvollziehbar“, stellt die Regionalsekretärin der Katholischen Arbeitnehmer- Bewegung Ev Kurfeß klar. Der Geschäftsführer des ver.di Bezirks Stuttgart, Cuno Hägele, ergänzt: „Es wird dringend Zeit, dass wieder Vernunft Einzug hält bei der Geschäftsführung.“ Hägele sieht jetzt vor allem den Landrat in der Pflicht.

Bei Fragen stehen Ihnen Martin Zahner (Tel.: 07141 / 9118522) und Cuno Hägele (Tel.: 0711 / 1664200) zur Verfügung.

Protestkarte zum Reinigungschaos

8 Dez

Hygieneabstriche + Teamzerreissung = Optimierung???

5 Dez

Genug gescherzt, die Sache ist bitterernst! Wer in der ersten Novemberwoche eine Kollegin der Reinigung angesprochen und nach ihrem Befinden gefragt hat,  bekam diese Frage nicht selten mit Tränen beantwortet.  Der ein oder andere dürfte auch verwundert festgestellt haben, dass in seinem Bereich ein bekanntes Gesicht fehlt und  jetzt eine neue Kollegin die Böden schrubbt. Und es kommt noch doller: die Kolleginnen müssen nun zum Teil 50% mehr an Fläche reinigen, und das in  4 Std., statt, wie bisher, 6 Std. Das kann nicht gelingen, ohne dass Abstriche in der Hygiene gemacht werden müssen. In Einem Krankenhaus….

Auch für die Pflegekräfte bedeutet dies eine Mehrbelastung, da sie nun, nachdem die Reinigungskraft ja bereits nach 4 Stunden weg ist, selbst Bettenplätze, Nachttische, etc. reinigen müssen
Was ist passiert? Wir bringen gerne Licht ins Dunkel: Es wurde optimiert!

Meisterlich im Optimieren ist die Firma Curatis. Den Mitarbeitenden der Wäscherei schon hinlänglich bekannt berät sie die Holding zur Kliniken Service Gesellschaft (KSG). Curatis kam nun zu dem Ergebnis: Die KSG sei nicht wirtschaftlich, die Reinigung zu teuer. Das dürfe so nicht sein. Schließlich gäbe es auf dem freien Markt noch billigere Reinigungskräfte mit noch schlechteren Arbeitsbedingungen und es sei nicht einzusehen, warum eine gemeinnützige, öffentliche Einrichtung wie ein Krankenhaus anders handeln solle als ausschließlich wirtschaftlich. Kurzerhand wurde ein Konzept mit dem schönen Namen „Optimo Green“ entwickelt. Und das hat es in sich! Ein Stellenabbau von 20-25 Stellen in der Reinigung bei gleichzeitiger Leistungssteigerung von 50% soll endlich die schlechten Arbeitsbedingungen bringen die einem hart arbeiteten Menschen in unserer Gesellschaft heute zustehen.

Auch hat Curatis festgestellt, dass es für alle Beteiligten von großem Nachteil ist, wenn sich eine Reinigungskraft als Teil eines interdisziplinären und harmonierenden Teams fühlt. Laut Optimo Green hat eine Reinigungskraft kein Recht auf ein Team und einen angestammten Arbeitsplatz.

So wird ein solidarisches Miteinander und berufsübergreifende Hilfe auf ein gewünschtes Minimum reduziert. Damit die Kolleginnen der Reinigung sich ausschließlich auf ihre Arbeit konzentrieren und keines Falls auf die Idee kommen, den Pflegekräften zuliebe die Spülmaschine auszuräumen  oder einem Patienten das Wasserglas aufzufüllen, sollen die sozialen Strukturen derart aufgebrochen werden, dass keine persönliche Bindung mehr ein solches „Fehlverhalten“ hervorruft. Jetzt begreifen wir also, warum  rund 80 Kolleginnen der Reinigung in andere Bereiche versetzt wurden. Die Zustimmungsverweigerung des  Betriebsrat wurde gekonnt ignoriert, es handele sich schließlich um eine UMsetztung und nicht um eine VERsetzung und das ginge niemanden etwas an. Man lässt sich nicht beirren. Unter zur Hilfenahme der unten angeführten Grafik wurde den Mitarbeitenden überzeugend dargestellt, dass es sich bei ihrem jetzigen Unmut lediglich um eine vorübergehende Stimmungsschwankung handele die sich nachweislich binnen vier Wochen legen und dann in großer Zufriedenheit enden würde.

 

Und warum das Alles? Um weitern Personalabbau vorantreiben zu können. Es soll weiter gespart werden. Und das, obwohl mit der Gründung der Servicegesellschaft bereits Tarifflucht begangen wurde.

Die Arbeitsbedingungen für unsere Reinigungskräfte sind schon jetzt miserabel. Befristete Verträge, Teilzeitstellen und eine unzureichende Altersversorgung treibt viele in die Altersarmut. Ohne Zweit- oder gar Drittjob können viele ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Dass diese Jobs durch die Arbeitszeitänderungen für viele KollegInnen jetzt gefährdet sind zählt nicht. Die Arbeit für das Klinikum soll vorgehen. Gut und schön, aber dann müssen die KollegInnen auch davon leben können!

Weder der Betriebsrat, noch die Schwerbehindertenvetretung, oder die Gleichstellungsbeauftrage und schon gar nicht die Gewerkschaft wurde im Vorfeld über das Ausmaß der geplanten Maßnahmen informiert oder gar in die Planung einbezogen. So sieht also Ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit aus, Herr Prof. Martin. Stattdessen wird sogar in der Pressemitteilung der Kliniken vom 01.12.15 frech behauptet: „Nach langer Vorbereitung in Abstimmung mit dem Betriebsrat (4.11.2015) der Kliniken-gGmbH wurde ein neues Konzept zur Optimierung und Anpassung des Leistungskatalogs der Reinigungs- und Servicekräfte auf Station umgesetzt.“

Klinikchef Prof. Jörg Martin bekommt „Rote Karte“ überreicht

30 Nov

Anlass der Aktion sind Maßnahmen des Geschäftsführers Prof. Jörg Martin, wodurch Grundrechte der Beschäftigten und Rechte der Gewerkschaften eingeschränkt würden. Alleine im November habe die Geschäftsführung sowohl zwei Gewerkschaftssekretären ein Hausverbot erteilt, als auch keine Möglichkeiten zur Mitgliederversammlung gelassen und darüber hinaus den Wunsch der Station 1B, von ver.di unterstützt zu werden, verwehrt.

Cuno Hägele, Geschäftsführer ver.di Bezirk Stuttgart, sieht dringenden Handlungsbedarf seitens des Landrats. „Die Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim sind öffentliche Kliniken. Es darf nicht sein, dass unter der Kontrolle des Landrats, grundlegende demokratische Rechte nicht eingehalten werden.“

In anderen Kliniken würden Gewerkschaftsrechte selbstverständlich geachtet. „Wir sind mit ver.di sehr aktiv in unserem Haus, doch solche Maßnahmen der Geschäftsführung gab es noch nie“, ergänzt Volker Mörbe, Personalrat und Vertrauensleutesprecher im Klinikum Stuttgart. Selbst bei kirchlichen Trägern sei es in der Zwischenzeit Standard, dass die Zugangsrechte umfassend eingehalten werden.

Als gravierendste Einschränkung der Rechte von Mitarbeitern und ihrer Gewerkschaft, führt Marc Kappler, Gewerkschaftssekretär Fachbereich Gesundheit, an: „Beschäftigte der Notaufnahme mussten sich am 11.11.15 mit ver.di vor der Türe treffen, weil den ver.di Hauptamtlichen ein Hausverbot erteilt wurde. Damit wollte die Geschäftsführung eine Beratung durch ver.di an dem Tag verhindern und hat damit sogar die eigenen Pflegekräfte genötigt, das Haus zu verlassen.“

Die Behinderung von ver.di seien jedoch nicht die einzigen Fehltritte des Geschäftsführers Prof. Martin. So habe er kürzlich veranlasst, dass alle Reinigungskräfte und Stationshilfen im Haus versetzt wurden mit dem Ziel eingespielte Teams zwischen Pflege und Reinigung zu trennen. Kappler ist darüber erschüttert: „Es ist menschlich empörend, wenn systematisch persönliche Bindungen und effektive Arbeitsprozesse zerstört werden.“ Nicht nur die Reinigungskräfte beklagten sich, sondern es bedeute eine zusätzliche Belastung für die Pflege, da sie nun den Reinigungsprozess neu koordinieren müssten. „Dabei hat die Pflege selber nicht genug Personal, um alle notwendigen Pflegetätigkeiten ausführen zu können“, stellt eine Pflegekraft von Station klar.

Notruf einer Station

27 Mrz

ver.di wurde von einer Station um Unterstützung gebeten. Die Situation stellt sich so dar:

Die Station hat ein super Team. Die Fluktuation ist sehr gering, sie sind eingespielt. Nur so konnten sie die immense Arbeitsverdichtung der letzten Jahre kompensieren. Offene Stellen wurden teilweise nie oder extrem spät wieder besetzt. Alle leisteten Überstunden, kamen an ihren freien Tagen zum Dienst und versorgten die PatientInnen auch bei einer Unterbesetzung so gut es ging.

Nach nunmehr drei Jahren Arbeiten unter Hochspannung sind einige KollegInnen schwer erkrankt und fallen lange aus. Es passieren immer mehr Fehler bei der Versorgung, obwohl alle ihr Bestes geben. Deshalb hat die Station jetzt einen Notruf abgesetzt und der Geschäftsführung folgende Punkte geschrieben, die dringend geändert werden müssen, um die Versorgung der Patienten wieder zu gewährleisten:

Das Personal-Patient-Verhältnis darf 1:10 (am Tag) und 1:15 (in der Nacht) nicht überschreiten. Somit muss eine Besetzung (Früh/Spät/Nacht) von (3/3/2) examinierten Pflegekräften garantiert werden. Und die Bettenzahl muss dringend von 36 auf 30 Betten reduziert werden.

Es gab bereits ein Gespräch der Station mit dem Regionaldirektor. ver.di und der Betriebsrat waren ebenfalls dabei. Leider verpasste der Regionaldirektor die Chance den Beschäftigten eine einfache und schnelle Entlastung zu gewähren. Eine Bettenreduzierung wurde zwar im Einzelfall zugesichert, aber die notwendige Reduktion auf 30 Betten, damit das stark dezimierte Team wieder die Chance hat, eine sichere Versorgung zu gewährleisten, wurde ihnen verwehrt.

Wir haben dem Regionaldirektor jetzt ein sogenanntes Ultimatum zum 15.4. gesetzt. Bis dann müssen die notwendigen Maßnahmen für die Sicherheit der Patienten umgesetzt sein, ansonsten ist die Station nicht mehr bereit freiwillig an ihren freien Tagen zum Dienst zu kommen. Wir von ver.di werden jetzt genau beobachten, wie der Regionaldirektor und die Geschäftsführung handeln werden und werden es notfalls sorgfältig dokumentieren, sollte die Geschäftsführung wissentlich die Station ab dem 15.4. in Unterbesetzung betreiben wollen und damit die Patienten gefährden.

ver.di Mitarbeiterkonferenz

6 Feb

ver.di Mitarbeiterkonferenz
Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim

für die Standorte Ludwigsburg & Marbach
Zeit: Samstag, 21.2., 15 Uhr
Ort:
KH Ludwigsburg Konferenzraum 3 (neben der Cafeteria)

für die Standorte Bietigheim&Vaihingen
Zeit: Freitag, 20.2., 15 Uhr
Ort:
KH Bietigheim Cafeteria

 

Entlastung konkret:
Wie muss das bei euch vor Ort aussehen?

 

Die Idee

Wir vom Aktivennetzwerk wollen das Stillhalten mit euch gemeinsam aufbrechen. Zu wenig Personal, Überlastung, Druck und immer weniger planbare Freizeit verschwindet nicht einfach so. Dafür seid ihr gefragt! Mit euch können wir auch in eurem Bereich eine Unterstützung und die nötige Vernetzung organisieren.

Deshalb wollen wir eine krankenhausweite ver.di Konferenz organisieren, bei der aus allen Abteilungen und Stationen mindestens ein/e MitarbeiterIn vertreten ist. Damit dort eure Punkte eingebracht werden können, braucht es eine kleine Vorarbeit bei euch im Team:

Bitte nutzt z.B. die nächste Teambesprechung, um kurz zu klären, was ihr bei der ver.di Konferenz einbringen wollt und wer von euch alles teilnimmt.

Es ist wirklich eine Chance, um beispielsweise eure Stellensituation, den Zustand der Ausrüstung oder Fragen zu Lohn oder Urlaub einzubringen.

Gut investierte Zeit

Wir haben die ver.di Mitarbeiterkonferenz auf 2 Stunden angelegt, sodass wir genug Zeit haben uns auszutauschen und ggf. weitere Verabredungen zu treffen und dennoch das Treffen so kompakt wie möglich zu halten, damit möglichst Viele auch tatsächlich kommen.

 

Ablauf

Wir hoffen, dass aus möglichst vielen Abteilungen und Stationen Kolleginnen und Kollegen kommen werden. Wir starten mit einem Austausch, welche Bereiche alle vertreten sind. In vielen Bereichen wurden bereits Themen und Anliegen formuliert, die dann eingebracht werden können. Danach haben wir alle eine gute Übersicht, welche Themen im Haus relevant sind.

Danach wollen wir einen Schritt weiter gehen und zu den Themen kleine Arbeitsgruppen machen. Gemeinsam können den AGs erste Überlegungen angestellt werden, wie wir z. B. Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen auf den Weg bringen können.

Sicher wird die Zeit nicht reichen, um ganz konkrete Planungen vorzunehmen, deshalb geben wir am Ende einen Überblick, wann sich das ver.di Aktivennetzwerk trifft, um dort noch konkreter werden zu können.

 

Ergebnisse

Die Ergebnisse werden an alle, die dabei waren und diese wünschen, per Mail oder falls nötig per Post verschickt.

Veranstaltung: Reicht die Rente im Alter?

16 Sep

AM 23.09.2014 BEGINN 18 UHR IM HÖRSAAL im Klinikum Ludwigsburg Eine Informationsveranstaltung der Gewerkschaft ver.di. Folgende Fragen werden bearbeitet:

  • Wo liegen die Unterschiede zwischen einem Arbeitsvertrag beim Klinikum und einem bei der KSG?
  • Was bedeutet die ZVK (Zusatzversorgungskasse) für meine spätere Rentenhöhe und -sicherheit?

In der Reinigung, Wäscherei und Küche werden die gleichen Tätigkeiten unterschiedlich vergütet. Was das für die Rente bedeutet beleuchten wir anhand einiger Beispielrechnungen. Als Referent wird Herr Ralf Lindemann, Leiter der ZVK (Zusatzversorgungskasse) des KVBW (Kommunaler Versorgungsverband BW), die Besonderheit dieser Zusatzrente erläutern und wie viel zusätzliche Rente es im Alter bedeutet. Weiter gibt es Zeit für Ihre Fragen und Beiträge.

Gutes Beispiel: ver.di setzt mehr Pflegekräfte an der Charité in Berlin durch!

5 Jun

Sie haben es gewagt… Sie haben es trotz aller Zweifler gemacht… und sie haben es geschafft! Die ersten Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an der Charité sind nach zähen Verhandlungen getan.

Zitat aus dem Verhandlungsergebnis:
„Sie sind übereinstimmend zu der Überzeugung gelangt, dass eine ausreichende Personalbesetzung insgesamt notwendig und eine kurzfristig wirksame Entlastung, insbesondere des Pflege- und Funktionsdienstes, unverzichtbar ist.
Bis Ende 2014 soll nun erprobt werden, ob und durch welche Personalbeschaffungsmaßnahmen eine wirksame Entlastung des Personals so bewirkt werden kann, dass die Arbeitsbedingungen der einzelnen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen tatsächlich verbessert werden.“

Mehr von uns ist besser für alle!
https://bb.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++fa403592-ebef-11e3-8925-525400248a66

http://www.tagesspiegel.de/berlin/durchbruch-im-tarifstreit-charite-bekommt-80-neue-pfleger/9992986.html

http://www.jungewelt.de/2014/06-05/006.php

Reaktionen und Stellungnahmen auf den den Offenen Brief

27 Mai

Der Offene Brief gegen Ausgliederungen und Arbeitsverdichtung hat erfolgreich zu einigen öffentlichen Reaktionen und Stellungnahmen geführt. Es gab in einigen Zeitungen Berichte und Geschäftsführer Herr Prof. Dr. Martin sowie Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Herr Dr. Haas haben öffentlich Stellung bezogen. Zudem gab es Unterstützungsbekundungen von einzelnen Bürgermeistern und Aufsichtsratsmitgliedern.

Öffentlich wurde nun der Abbau von 150-200 Vollzeitstellen in den nächsten drei Jahren durch Nutzung der Fluktuation in der Regionalen Kliniken Holding (RKH) bestätigt. Sie haben weiter formuliert, dass die Kolleginnen und Kollegen in den sogenannten patientenfernen Bereichen aufgrund der Konkurrenzsituation zu privaten Krankenhäusern zu viel verdienen würden. (siehe Brief Landrat Dr. Hass )
Landrat Dr. Haas drückt sich vor einer Stellungnahme, ob das Gutachten schon fertig ist, indem er betont, dass es mit ihm noch nicht besprochen wurde: „Ich versichere Ihnen, dass ich zwar von der Beauftragung, aber immer noch nicht endgültig vom Inhalt des Gutachtens weiß, weil dieses mit mir bis zum heutigen Tage noch nicht besprochen ist.“

Auf unsere Argumente der hohen Folgekosten sind Geschäftsführer Prof. Dr. Martin und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Haas nur teilweise eingegangen:

Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse
Was eine Tarifflucht aus dem TVöD für die Beschäftigten persönlich bedeutet, wenn ihnen bis zu 6000 Euro netto pro Jahr fehlen, wurde nicht aufgezeigt. Ebensowenig wurde die Zunahme von sogenannten Hartz IV-Aufstockungen in den ausgegliederten Bereichen und die verlorene Absicherung durch die fehlende ZVK-Rente, die im öffentlichen Dienst existiert, widerlegt.

Höhere Sterblichkeits- und Komplikationsraten
Ebenso wurde nicht aufgezeigt, wie die Qualität der Versorgung gewährleistet werden soll, wenn nicht die Bereitschaft da ist, mehr Personal zur Verfügung zu stellen und das Arbeiten attraktiver zu machen, dass auch mehr Kolleginnen und Kollegen löngerfristig im Haus bleiben. Internationale Studien zeigen eindeutig, dass die Sterblichkeitsrate in Krankenhäusern maßgeblich von der Anzahl des zur Verfügung stehenden Personals abhängt. So steigt die Sterblichkeitsrate um 31%, wenn das Pflegekraft/Patient-Verhältnis von 1:4 auf 1:8 gesteigert wird. (siehe angehängte US-Studie: hospital staffing and patient mortality) Wenn Krankenhäuser, wie derzeit, nur aufgrund von Verschleiß der Beschäftigten noch funktionieren, dann entstehen zwangsläufig Mängel und Komplikationen in der Versorgung der Patienten. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bekommen als Folge schneller köperliche Probleme und die psychische Belastung, die auch zu burn outs führt, steigt ebenfalls.

Höhere Krankheitsraten
Bestritten wurde eine signifikant höhere Krankheitsrate der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim, obwohl die Auswertung der Techniker Krankenkasse, die auf einer Betriebsversammlung vor einem Jahr vorgestellt wurde, dies aufgezeigt hatte.

Transparenz ist wichtig, aber nicht alles
Im Intranet wird eine transparente Kommunikation behauptet. Damit wird für Vertrauen geworben und dass die betroffenen Mitarbeiter mit einbezogen würden. Wenn das wirklich das Ziel ist, dann ist es sehr zu begrüßen. Dennoch ist es richtig und wichtig, auf die ungleichen Voraussetzungen einer solchen Einbeziehung der Mitarbeiter hinzuweisen, wenn die Arbeitgeberseite mit fertigen Gutachten und wirtschaftlichen Zahlen argumentiert und die betroffenen Arbeitnehmer keine Ressourcen für alternative Konzepte aus dem Hut zaubern können. Deshalb war und ist es wichtig, frühzeitig alle Mitarbeiter und die Öffentlichkeit auch über bereits nur angedachte Maßnahmen zu informieren, wie es jetzt mit dem Offenen Brief geschehen ist, damit alle frühzeitig Bescheid wissen und damit überhaupt die Chance besteht sich einzumischen.

 

Offener Brief gegen Ausgliederungen und Arbeitsverdichtung

23 Mai

Offener Brief

an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat
der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach einem Jahr unter der neuen Geschäftsführung besteht Anlass zur Sorge, dass eine Unternehmensleitlinie verankert wird, die vor allem auf kurzfristige Kostenreduktion und schnell vorzeigbare ökonomische Erfolge setzt. Wir nehmen derzeit vermehrt zur Kenntnis, dass Maßnahmen umgesetzt oder angedacht sind, die negative Auswirkungen auf Beschäftigte und Patienten zur Folge haben können.

Zu befürchten ist, dass das Gutachten der Autokonzernberatung „Porsche Consulting“ für den nicht-medizinischen Bereich und das sogenannte „medizinische Gutachten“, dessen Ergebnisse bis nach der Kommunalwahl unter Verschluss gehalten werden, der Startschuss für die Maßnahmen sein werden.
Es besteht dringender Handlungsbedarf:

  • Die Drohung gegenüber den Beschäftigten mit weiteren Ausgliederungen oder Komplettverkäufen muss aufhören:
    Derzeit droht die Geschäftsführung in vielen nicht-medizinischen Bereichen mit einer weiteren Ausgliederung oder sogar mit dem Komplettverkauf, um weitere Einsparungen, sprich weitere Arbeitsverdichtungen bei den jetzigen Beschäftigten, zu erzielen.

 

  • Keine weitere Überlastung der Mitarbeiter durch weitere Stellenstreichungen:
    Bereits jetzt arbeiten die Beschäftigten in allen Bereichen nicht nur am Limit, sondern auch darüber hinaus. In dieser Situation möchte die jetzige Geschäftsführung noch weitere 200 Vollzeitkräfte abbauen. Dabei ist das Krankenhauspersonal und damit die Gewährleistung der Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger jetzt bereits kurz vor dem Kollaps.

 

  • Eine bessere Personalbesetzung ist notwendig und Investitionen müssen durch die Landesregierung und nicht durch Abbau von Personalstellen finanziert werden:
    Das Ziel der kurzfristigen Kostenreduktion erhöht längerfristig die Folgekosten für die Kliniken und den Kreis. Die bereits jetzt erhöhten Krankheitsraten werden sich dadurch noch steigern. Mit abnehmendem Personal tritt ein erhöhtes Fehlerrisiko und eine erhöhte Sterblichkeitsrate auf. Durch die bewusste Schaffung prekärer Beschäftigung durch Ausgliederungen werden die Folgekosten auf die Allgemeinheit abgewälzt. Dadurch steigen die Zahlen für Altersarmut und sogenannte Hartz IV-Aufstocker, deren Kosten wiederum durch den Kreis getragen werden müssen. Durch teure Gutachten und zweifelhafte Umstrukturierungen werden unnötige Kosten produziert, die besser in eine Qualitätsoffensive durch ausreichend Personal investiert werden sollten.

Unterzeichner:

Vincenzo Basile, Betriebsratsvorsitzender ZF / Jacob Dieter, Betriebsrat Gleason Pfauter / Klaus Felsmann, Betriebsratsvorsitzender SSB / Monika Fink-Ott, Ortsvorstand IG Metall Ludwigsburg / Eva Frech, Vorsitzende Katholisch Arbeitnehmer-Bewegung Enz-Neckar / Markus Freitag, Gesamtpersonalratsvorsitzender Stadt Stuttgart / Uschi Genswürger, Betriebsratsvorsitzende Valeo Wischer / Werner Hillenbrand, stv. Vorsitzender Arbeitslosenzentrum Ludwigsburg e.V. / Jürgen Keith, Betriebsratsvorsitzender Mahle / Roland Liebl, Betriebsrat VW Original Teile Logistik / Silvia Lichtmanecker, stv. Vorsitzende DGB Kreisvorstand Ludwigsburg / Volker Mörbe, Vorsitzender Landesfachbereichsvorstand ver.di BaWü Gesundheits- und Sozialwesen / Hayo Raich, Konzernbetriebsratsvorsitzender Dürr / Siegfried Stobitzer, Vorsitzender ver.di Ortsvorstand Ludwigsburg / Abdullah Tas, Betriebsratsvorsitzender Ludwigsburger Verkehrslinien Jäger Reisen / Uwe Theilen, Vorsitzender Bezirksvorstand ver.di Stuttgart / Martin Zahner, Katholische Betriebsseelsorge Ludwigsburg.

Hintergrundinfos – Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH

blog dokumentiert weiter – erstmal nicht sichtbar

1 Jul

Die Idee des blogs war es, eine interne Dokumentationsplattform über gewerkschaftliche Konflikte in den Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim zu haben. Leider musste der blog zeitweise öffentlich gemacht werden, da die Zustände am Klinikum Ludwigsburg und der Umgang mit den Beschäftigten unhaltbar geworden waren. Jetzt werden wir wie geplant die betriebsinternen Konflikte weiter dokumentieren, jedoch erstmal nicht sichtbar für die Öffentlichkeit.